Die einzelnen Stationen

Hier können Sie sich die einzelnen Stationen nacheinander (von Ihrem Leseprogramm auf dem PC bzw. per App) vorlesen lassen.

- zu Beginn jeder Textinformation wird der Name der Station und deren Nummer genannt. Danach erfolgt die Beschreibung der Tafel und der darauf sich befindenden Bilder und Grafiken. Im Mittelteil wird der reine Textinhalt der Tafel angegeben. Am Schluss erhalten Sie Informationen, wo sich die nächste Station befindet und der Weg dorthin wird beschrieben.

 

 

Station 1 - Übersichtsplan / Beginn des Bienenlehrpfades

Sie stehen vor der Station 1 mit dem Übersichtsplan und der Titelbeschreibung der einzelnen Stationen. Auf der Infotafel ist links ein Luftbild (Draufsicht) des Geländes rund um den Bienenlehrpfad zu sehen. Entlang des Bienenlehrpfades sind mit gelben Sechsecken die einzelnen Standorte der Stationen vermerkt und nummeriert. Rechts neben dem Luftbild sind die Stationen nochmals in gelben Sechsecken, von oben nach unten aufsteigend aufgelistet und benannt. Oben über beiden Inhalten steht die Überschrift "Die faszinierende Welt der Bienen- Bienenlehrpfad am Starkholzbacher See".

Auflistung der Stationen:

Station 1 - Pfadübersicht (Beginn des Bienenlehrpfades)

Station 2 - Klappenrätsel und Propellerbiene

Station 3 - Infotafel "Leben auf der Streuobstwiese"

Station 4 - Infotafel "Von der Blüte zum Apfel"

Station 5 - Infotafel "Die Blumenwiese im Jahreswechsel"

Station 6 - (nur mit Begleitperson empfohlen) Klotzbeute, Infotafel "Anatomie der Honigbiene", Infotafel "Entwicklung der Biene",  Infotafel "Wie die Bienen Honig machen", Infotafel "Insektenhotel", Infotafel "Natursteinmauer", Wildbienenbehausungen (Wildbienenwand)

Station 7 - Viel Spaß mit unserer Fotowand (nur mit Begleitperson empfohlen)

Station 8a - Infotafel "Friedliche Brummer"

Station 8b - Infotafel "Drehscheibe rund um die Biene"  

Station 9 - Klangstation

Station 10 - Lebensraum Hecke

Station 11 - Memorystation (noch nicht erstellt: Fühlmemory) - Achtung, hier wird der Weg zur Station erst nachträglich erstellt!

Station 12a - Infotafel "Biene als Honigsammlerin"

Station 12b - Pfadübersicht (Ende des Bienenlehrpfades)

Die nächste Station 2 befindet sich weiter am geteerten Haupt-Weg entlang auf der linken Seite. Hier führt ein Kiesweg vom geteerten Haupt-Weg circa 3 Meter nach links bis genau vor die Station.

Station 2 - Klappenrätsel und Propellerbiene

Sie stehen vor der Station mit den 3 Klappenrätseln. Es handelt sich hier um 3, im Trägergerüst angebrachte, Klappenkästen. Unten am linken, vorderen (nur an dieser Station) Rand des Mittelbalkens sind hier die Brailleschrifttexte angebracht. Darüber befinden sich nebeneinander 3 Kästen, deren vordere Klappe sich nach vorne, oben klappen lässt. Im unteren Teil jeder Klappe befindet sich mittig ein Loch um mit dem Finger die Klappe zum heben greifen zu können. Unterhalb dieses Griff-Loches befinden sich die Fragen in Brailleschrift. Unter der Klappe finden Sie dann auf circa derselben Höhe wie zuvor die Fragen, die Antworten auf der rückwärtigen Innenwand der Klappenkästen.

Links von der Klappenrätsel-Station, befindet sich in circa 1,5 Meter Entfernung auf Hüft/Brusthöhe, eine aus einer Holzplatte ausgesägte Biene auf einem Pfosten. In der Mitte der Biene ist ein drehbarer Propeller angebracht, der die Flügel der Biene symbolisieren soll und beliebig gedreht werden kann. Die Propellerbiene passt thematisch zur Frage 2.

Fragen der Klappenrätsel: (Um Ihnen den Spaß beim Raten nicht zu verderben, nennen wir die Antworten gesammelt erst am Ende nach den Fragen)

Frage 1 : Wie viele Eier legt die Königin am Tag in den Monaten Mai und Juni?

Frage 2 : Wie oft kann eine Biene mit Ihren Flügeln in einer Sekunde Schlagen?

Frage 3 : Wie viele Wachsplättchen müssen Bienen für ein Kilo Wachs herstellen?   (Info: Wachsplättchen werden von den Bienen ab dem 12. bis 15. Lebenstag an der Unterseite Ihres Hinterleibes "ausgeschwitzt". Wachsplättchen sind circa 1 bis 2 Millimeter groß.)

Antworten:

Antwort Frage 1:   Die Königin legt circa 2000 Eier am Tag

Antwort Frage 2:   Eine Biene hat bis zu 250 Flügelschläge pro Sekunde

Antwort Frage 3:   1.250.000 Wachsplättchen müssen für 1 kg Wachs von den Bienen hergestellt werden.

Die nächste Station 3 befindet sich weiter entlang des geteerten Haupt-weges auf der linken Seite. Vor der Station ist wieder ein circa 40 cm langes Stück Kiesweg angebracht.

Station 3 - Infotafel "Leben auf der Streuobstwiese"

Sie stehen vor der Station 3 vor der ersten Infotafel des Pfades.

Auf der Infotafel ist unter der Überschrift "Leben auf der Streuobstwiese" eine Landschaft mit Wiesen, Büschen und blühenden Obstbäumen abgebildet. (Idyllisch). Rund um dieses Bild sind einige der dort wachsenden Pflanzen und lebenden Tiere abgebildet. Beginnend mit oben links gegen den Uhrzeiger rund um das Bild bis oben rechts hier eine kurze Beschreibung der abgebildeten Tiere und Pflanzen:

Schwalbenschwanz (Ein schwarz-gelb gemusterter großer Schmetterling mit etwas blauen Punkten)

Blutströpfchen (ein kleiner schwarzer Schmetterling/Falter mit roten Punkten)

Schwebfliege (schwarz-gelb gestreifte harmlose Fliege - kein Stachel - die fliegend in der Luft stehen kann)

Hauhechel-Bläuling (ein kleiner himmelblauer Schmetterling)

Margerite (Sonnenförmige Blume mit weißen Blütenblättern)

Ochsenauge (großer braun-orange gemusterter Schmetterlin mit jeweils einem schwarzen Fleck auf den Flügeln)

Flockenblume (blau-violette Blume aus der Familie der Korbblütler)

Wiesen-Schlüsselblume (Blume mit mehreren gelben nach unten hängenden Blütenkörbchen)

Blindschleiche (schlangenartig aussehende Echse (ohne Gliedmaßen), braungemustert mit teilweise schwarzen Streifen)

Knäuel-Glockenblume (blauviolette Blume mit mehreren sternförmig angeordneten Blütenkelchen)

Grashüpfer (grünes Insekt mit langen eingeklappten Hinterbeinen die blitzartig herausschnellen können und dem Grashüpfer somit weite Sprünge ermöglichen)

Igel (kleines Säugetier mit zu harten Stacheln umgewandelten Rückenfell das sich bei Gefahr zur Kugel einrollt)

Erdkröte (braun-schwarz gemusterte Amphibie (Froschart))

Spitzwegerich (grüne grasähnliche Pflanze mit fleischigen Blättern und walzenförmigem Blütenstand an hohem Stengel)

Steinkauz (kleine braun-grau gemusterte Eulenart)

Text auf der Tafel:

Ist der Obstbaum selbst schon Lebensraum und Lebensgrundlage vieler verschiedener Tiere, trifft dies umso mehr für eine Streuobstwiese zu. Der ökologischeWert wird hier gesteigert durch die Vielfalt der Obstsorten, die verschiedenen Altersstufen und Pflegezustände der Hochstämme sowie die Nutzungsweise der Wiesen als Weide oder zur Grünfutter- beziehungsweise Heugewinnung.

 

Die nächste Station 5 erreichen Sie weiter am Weg entlang auf der linken Seite. Der geteerte Haupt-Weg biegt links auf einen geschotterten Waldweg in Richtung des Lehrbienenstandes ab - hier biegen Sie dem Wegrand folgend links in diesen Waldweg ein und folgen ihm ein kurzes Stück. Die Station 5 ist kurz nach der Einbiegung auf der linken Seite.

Station 5 - "Die Blumenwiese im Jahreswechsel"

Sie stehen vor Station 5. (Nicht irritiert sein - aufgrund der besseren Wegerklärung führen wir Sie von Station 3 zu Station 5 und dann zu Station 4. (Siehe auch "Wichtige Informationen für Besucher mit Einschränkung beim Sehen). Station 6 und 7 werden nur mit Begleitperson empfohlen.

Auf der Tafel sind oben links, unten mittig, oben rechts und unten rechts verschiedene Wiesenausschnitte abgebildet. Darauf sind unterschiedliche Wiesenpflanzen und darin lebende Tiere abgebildet. Einzelne Hummeln und Schmetterlinge steigen auf oder sitzen auf Blüten.

In jeder Abbildung ist jeweils ein Tier abgebildet, welches auf oder unter dem Erdreich in der Wiese lebt. Auf der Abbildung oben links ist eine Weinbergschnecke mit großem Schneckenhaus abgebildet die in eine kleine Grube ihre Eier ablegt. Auf der Abbildung unten mittig sitzt eine Erdkröte der ein erbeuteter Regenwurm aus dem Maul hängt. Die Abbildungen oben rechts zeigt eine kleine braune Maus, welche gerade aus ihrem Mauseloch kommt. Auf der Abbildung unten rechts ist ein Maulwurfshügel, sowie ein Querschnitt des Erdreichs abgebildet in dem ein Maulwurf mit einem Regenwurm im Maul in seine Vorratskammer läuft in der bereits ein ganzes Knäuel von Regenwürmern gelagert wird. Auf einem Pflanzenstengel sitzt eine Meise (Vogel).

Auf den einzelnen Abbildungen sind einige der Wiesenpflanzen benannt. In Folge die Aufzählung der benannten Pflanzen. Jeweils pro Abbildung von oben links, gegen den Uhrzeiger um die Abbildung herum nach rechts oben.

Abbildung links oben:

- Knoblauchsrauke (weiß blühendes Kreuzblütengewächs. Blätter riechen beim Zerreiben nach Knoblauch)

- Hahnenfuß (gelb blühende Wiesenpflanze an feuchten Standorten. Blätter sehen aus wie Vogelfüße)

- Rotklee (violett blühende. niedrige Pflanze. mit kugelförmigen Bllütenstand. Auch Wiesenklee genannt)

- Scharbockskraut (Sternförmig, gelb blühende Pflanze. Sein deutscher Name leitet sich von Scharbock (Skorbut) ab, da seine Vitamin-C-haltigen Blätter gegen diese Mangelerscheinung eingenommen wurden.)

- Gänseblümchen (weiß blühende überall vorkommende, niedrige Wiesenpflanze. Blüten sind eßbar.)

- Schlüsselblume (gelb blühende Primelart. Ähnlichkeit des ganzen Blütenstandes mit einem Schlüssel, wobei die Blüten selbst den Schlüsselbart und der Stängel das Schlüsselrohr darstellen oder durch die Ähnlichkeit der Blütendolde mit einem Schlüsselbund.)

- Spitzwegerich (Wiesenpflanze mit doldenförmigen Blütenstand die am Ende von langen Stengeln sitzen)

- Wiesenschaumkraut (zart-lila blühende Pflanze)

- Löwenzahn (bekannte gelbblühende Wiesenpflanze mit halbkugelförmigem Blütenstand.)

 

Abbildung unten mittig:

- Knäuelgras (Süßgrasart mit dicken doldenförmigen Blütenstand)

- Rotes Straußgras (großes Wiesengras mit lockerem, rispigen Blütenstand)

- Margarite (sternförmig, weiß blühende große Blühpflanze)

- Sandwicke (lila blühende Pflanze aus der Familie der Hülsenfrüchtler)

- Rundblättrige Glockenblume (zart-lila blühende Pflanze mit glockenförmigen Blüten)

- Vergißmeinnicht (Blühflanze mit kleinen blau-lilafarbenen Blüten. Der Name entstammt vermutlich einer deutschen Sage aus dem Mittelalter, wonach die kleine Pflanze Gott bat, sie nicht zu vergessen)

- Gänseblümchen (weiß blühende überall vorkommende, niedrige Wiesenpflanze. Blüten sind eßbar)

- Kriechender Günsel (krautige, blau blühende Lippenblütler-Pflanze)

- Weißklee (weißblühende niedrige Pflanze mit kugelförmigen Blütenstand. Auch Kriechklee genannt)

- Wiesen-Flockenblume (hohe Blühpflanze mit weiß-lilafarbenen, körbchenartigen Blüten)

- Kamille (weiß-gelb blühendes Heilkraut)

- Wilde Möhre (Urform der Gartenmöhre mit vogelnestartigen weißen Blütenstand)

- Wieseschwingel (hohes Süßgras mit verteilten Blütenrispen)

 

Oben rechts:

- Sauerampfer (Heilkraut mit winzigen roten Blüten)

- Rotklee (violett blühende, niedrige Pflanze, mit kugelförmigen Blütenstand. Auch Wiesenklee genannt)

- Herbszeitlose (violett blühende, niedrige, stark gifigte Pflanze)

- Wiesenschwingel (hohe Süßgras mit verteilten Blütenrispen)

 

Unten rechts:

- Wilde Karde (hohe krautige Pflanze mit großen spülbürstenförmigen, stacheligen Blütenständen mit kleinen lilafarbenen Blüten. Nach Regen sammelt sich in den Trichtern der Stängelblätter das Wasser, das Vögel oder Wanderer trinken können.)

- Wilde Möhre (Urform der Gartenmöhre mit weißen, vogelnestartigen Blütenstand)

 

Unter der mittigen Überschrift "Die Blumenwiese im Jahreswechsel" steht folgender Text:

"Eine Blumenwiese bietet vielen Tieren in mehreren Stockwerken Nahrung. Deckung und Wohnraum. Die Pflanzenwelt dieser Lebensgemeinschaft (Biozönose) änder sich im Verlauf des Jahres. Dadurch bietet sie verschiedene Aspekte an Farbe, Wuchshöhe und Tiervorkommen. Neben ständig vorhandenen Pflanzenarten, gibt es Pflanzen, die nur saisonal erscheinen. Die Artenzusammensetzung hängt vom Standort, Boden, Klima sowie vom Rhytmus der Bewirtschaftung (Wiesen werden gemäht) ab."

Auf der rechten Seite werden die einzelnen "Stockwerke" erkärt. Text:

"In der Blütenschicht fliegen Bienen, Hummeln, Schmetterlinge, Fliegen und viele andere Insekten. In der Krautschicht (darunter) findet man Blattläuse, Heuschrecken und Larven. In der Streuschicht sind zum Beispiel Käfer, Ameisen und Schnecken vertreten. In der Wurzelschicht leben Würmer und Milben ebenso wie der Maulwurf, Feldmaus, Grasfrosch und Regenwurm."

Links unten und mittig unten wird die Blumenwiese in den einzelnen Jahreszeiten beschrieben. Text:

"Im Frühling ist die vorherschende Farbe gelb. Je blütenreicher eine Wiese ist, desto mehr Insekten können hier leben. Schmetterlinge, Hummeln und Bienen schwirren umher auf der Suche nach Nahrung. An Stengeln und Blättern sitzen Raupen und Larven. Auch Säugetiere und Vögel werden von den vielen Insekten angezogen.

Im Sommer erreicht die Wiese ihren Höhepunkt, wenn sie in voller Blüte steht. Farben, Formen und Düfte vieler Blumenschönheiten sind zu bewundern. (Anmerkung: zu hören sind in dieser Zeit das Summen der vielen Insekten, das Rauschen der Pflanzenstängel wenn der Wind über die Wiese streicht, das zirpen der Grillen am Spätnachmittag und abend)

Im Herbst wird die Blumenwiese meist gelbbraun. Die Gräser und Kräuter beginnen damit, Ihre Nährstoffe unter die Erde zu verlagern (und stellen das Wachstum ein.)

Im Winter verlegt der Maulwurf seine Wohnung tiefer in die Erde, dabei muss er mehr Erde nach oben schaufeln. Deshalb gibt es im Winter mehr Maulwurfshügel."

 

Die nächste Station 4 erreichen Sie, wenn sie zurück zum geteerten Hauptweg gehen, den Hauptweg auf die gegenüber liegende Seite überqueren und an dieser entlang nach links ein Stück weiter laufen. Die Station 4 liegt rechts des Weges und ist über einen circa 3 Meter langen Splitweg zu erreichen.

(Die Stationen 6a bis 6f werden in Folge erklärt - die Begehung wird nur mit Begleitperson empohlen. Gegenüber der Station 5 ist auf der anderen Seite des Waldweges auf einer kleinen Wiesenanhöhe die Station 7 - Fotowand. Auch hier wird die Begehung nur mit Begleitperson empfohlen)

Stationen 6a - 6f (nur mit Begleitperson empfohlen)

Station 6a - Infokasten mit Vereinsaushängen

Hier ist ein Kasten mit Glasscheibe angebracht in dem unterschiedliche Vereinsinformationen aushängen.

Circa 2 Meter rechts der Station 6a ist der Eingang zum Lehrbienenstand mit den Stationen 6b bis 6f.

Sie gelangen zur Station 6b, indem Sie circa 4 Meter geradeaus dem Splitweg in das Lehrbienenstands-Gelände folgen bis sie auf der rechten Seite eine Hüttenwand erreichen. Sie biegen rechts am Anfang der Hüttenwand an der Seite der Hütte weiter - an der Hüttenwand hängt erst die Infotafel der Station 6c - rechts daneben die Infotafel der Station 6b

Station 6b - Infotafel "Die Anatomie der Honigbiene"

Überschrift der Infotafel "Die Anatomie der Honigbiene" (Außen und Innen)

Auf der Tafel ist links oben eine Biene abgebildet deren einzelne Gliedmaßen benannt sind (inclusive Wachsplättchen und Körbchen an den Hinterfüßen für die "Pollenhöschen"). (Anmerkung: wir hoffen geeignete Reliefbilder zu erhalten, die künftig ermöglichen die Abbildung der Biene zu erfühlen. Wir werden dann auch die einzelnen Körperteile anhand dem Reliefbild benennen können.)

Oben mittig ist der Kopf einer Biene in Vergrößerun abgebildet. Unten mittig/rechts ist die Biene im Querschnitt abgebildet mit den Inneren benannten Organen. (Auch hier hoffen wir künftig ein Reliefbild anbieten zu können)

Text der Tafel:

"Aufbau einer Honigbiene:

Bei der Honigbiene können drei deutlich getrennte Körperabschnitte erkannt werden:

- der Kopf,

- die Brust (Thorax),

- der Hinterleib (Abdomen),

Daran "befestigt" sind:

- die Fühler,

- die Flügel und

- die Beine

Der Insekten-Außenkörper besteht aus Chitin und ist trotzdem beweglich, zum Beispiel damit die Biene ihren Giftstachel zur Verteidigung durch Krümmung des Hinterleibes einsetzen kann.

Der Kopf:

Hier ist das Gehirn der Biene untergebracht und natürlich die Augen, die Antennen, der Kiefer (Mandibeln) mit Tastern und Rüssel.

Die seitlichen Facettenaugen bestehen aus 4.000 bis 5.000 Einzelaugen. Diese Komplexaugen ermöglichen der Biene das Form- und Bewegungssehen. Außerdem gibt es noch drei Punktaugen (Ocellen), die zur Messung der Lichtintensität dienen.

Am Kopf gibt es auch mehrere Drüsen, die Sekrete produzieren und abgeben:

- Speicheldrüsen,

- Futtersaftdrüsen,

- Mandibeldrüsen (Oberkieferdüsen)

Mit den Antennen (Fühler) riecht, schmeckt und tastet die Biene. Zusätzlich können damit Vibrationen wahrgenommen werden sowie Wärme und Feuchtigkeit.

Mit dem Rüssel kann die Biene Nektar aus der Blüte bzw. Honigtau vom Blatt saugen. (Honigtau = Ausscheidung der Blattläuse) Auch zum Futteraustausch dient der Rüssel.

 

Die Brust (Thorax):

Die Brust verbindet den Kopf und den Hinterleib. An der Brust sind die Flügel und die 6 Beine befestigt. In der Brust sitzt die wichtige Flugmuskulatur der Bienen, die die zarten Flügelpaare antreiben.

Die Hinterbeine sind zum sammeln von Pollen und Propolis (Kitharz im Bienenstock. Gemisch aus Harzen und Wachs) ausgebildet.

Die Mittelbeine helfen beim Festklopfen des Pollens. An den Vorderbeinen sitzt eine "Putzscharte", mit der die Bienen beispielsweise ihre Fühler putzen.

 

Der Hinterleib (Abdomen):

Er besteht aus 6 Segmenten, die die Beweglichkeit bewirken.

Hier sitzt auch der Giftstachel, der nur zur Verteidigung des eigenen Lebens eingesetzt wird. Das besondere am Verdauungstrakt der Honigbiene ist die Honigblase, auch Honigmagen genannt. Durch Druck können Flüssigkeiten durch den Ventiltrichter wieder abgegeben werden. (Anmerkung: Die Biene besitzt kein Herz wie bei Säugetieren sondern einen im Rücken entlang laufenden Herzschlauch)

 

Die nächste Station 6c  ist links von dieser Station an der Hüttenwand.

Station 6c - Infotafel "Entwicklung der Biene"

Sie stehen vor der Tafel 6c mit dem Titel "Entwicklung der Biene" (Überschrift oben in der Mitte)

Auf der Tafel ist links eine Zeitskala in Form eines großen schwarzen Pfeiles mit Zahlen von 1 bis 21 von unten nach oben. Rechts von diesem Pfeil sind Querschnitte von Waben dargestellt, in denen Eier und Larven je nach Entwicklungsfortschriftt liegen. (von unten nach oben)

In der Mitte der Tafel sind zwei große Schwarze Pfeile von oben nach unten. Der linke dieser beiden Pfeile zeigt die Zahlen 1 bis 19 und der rechte die Zahlen 20 bis 32. In der Mitte der Pfeile und rechts neben dem rechten Pfeil sind Darstellungen von Bienen bei Ihren jweiligen (später beschriebenen) Aufgaben während Ihres Lebenszeitraums von ca. 32 Tagen.

Im rechten Teil der Tafel sind die drei Bienenwesen von oben nach unten dargestellt (Königin, Arbeiterin und Drohn)

In Folge werden die einzelnen Tafelinhalte genau beschrieben:

Linke Seite - Zeitstrahl von 1-21 von unten nach oben. Zu der jeweiligen Zahl auf dem Pfeil sind rechts davon Waben dargestellt. Die gesamte Darstellung zeigt die Entwicklung einer Biene vom Tag der Eiablage durch die Königin bis zum Schlüpfen des fertigen Insekts (Honigbiene) Von unten nach oben.

Tag 1 - das von der Königin frisch gelegte, circa 1-2 mm große, Ei steht aufrecht auf dem Boden der Wabe.

Tag 2 - das Ei neigt sich langsam zur Seite

Tag 3 - das Ei liegt nun längs am Boden der Wabe

Tag 4 + 5 - Die Made schlüpft aus dem Ei, rollt sich etwas ein (Rundmade) und wird mit Futtersaft gefüttert. Sie liegt dabei in einer Lache aus dem sogenanten Gelee Royal.

Tag 6 bis 8 - die nun ältere und circa 1 cm große Rundmade wird mit Pollen und Honig gefüttert.

Tag 9 - Die Made ist nun auf circa 1.5 cm angewachsen und streckt sich in ihrer Wabe (Zelle), so dass sie aufrecht darin steht. Sie beginnt nun die Zelle zu verdeckeln.

Tag 10 bis 12 - Die Made verwandelt sich langsam in eine Nymphe und verpuppt sich (Methamorphose)

Tag 13 bis 20 - Die Puppe reift nun zum fertigen Insekt (Methamorphose)

Tag 21- Die fertige Biene beißt den Wachsdeckel ihrer Wabe auf und schlüpft. (Die neugeborene Biene hat dabei noch eine sehr dichte Körperbehaarung die ihr noch feucht am Körper klebt - daher der liebevolle Name von den Imkern "wie ein gebadetes Mäuschen")

 

Mittlerer Tafelbereich:

Hier befinden sich die zwei Zeitstrahle in Form von dicken Pfeilen von oben nach unten. Folgend die Beschreibung des Lebenszyklus und den Aufgaben einer Arbeitsbiene nach dem Tag des Schlüpfens:

Tag 1 bis 3 - die frisch geschlüpfte Biene putzt die Zellen von Resten der Larven (Futterreste, Kot der Larven usw.) und wärmt mit ihrem Körper die Brut.

Tag 4 bis 8 - die Futtersaftdrüsen sind entwickelt und die Biene füttert nun die Altmaden mit Gelee Royal.

Tag 9 bis 11 - die Biene nimmt von den zurückkehrenden Flug- und Sammelbienen Nektar ab (von Rüssel zu Rüssel) und trägt ihn in die Vorratswaben am Rand des Brutnestes.

Tag 12 bis 15 - die Wachsdrüsen sind entwickelt und die Biene "schwitzt" zwischen den Schuppen an der Unterseite ihres Hinterleibes kleine 1-2 mm große Wachsplättchen aus. Sie baut nun am Nest aus Wachs mit den anderen Baubienen.

Tag 16 bis 19 - die Biene bewacht das Flugloch vor Honigräubern und anderen nicht zum Volk gehörenden Wesen.

Tag 20 bis 39 - die Biene fliegt aus dem Stock und sammelt, nach einigen Erkundungs- und Orientierungsflügen, Nektar und Pollen von den Blüten und Pflanzensäfte, Harz und Ausscheidungen von Blattläusen.

Nach ca. 40 arbeitsreichen Tagen stirb die Biene (meist außerhalb des Stocks/Bienennest)

 

Auf der Rechten Seite der Tafel sind von oben nach unten folgende 3 Bienenwesen dargestellt:

1 - die Königin - sie ist mit circa 4 cm das größte Wesen im Bienenvolk. Sie hat einen besonders großen Hinterleib in dem Sie die bis zu 2000 Eier pro Tag entwickelt und am Boden der Waben ablegt. Es gibt immer nur 1 Königin im Volk.

2 - die Arbeiterin - die normale Honigbiene mit circa 1,5 cm Größe.

3 - der Drohn - das Bienenmännchen ist circa 2 cm groß und von gedrungener Gestalt. Er besitzt besonders große Facettenaugen und einen großen Brustkorb mit starken Flugmuskeln. Dies benötigt er um in der Schwarmzeit, wenn die Jungköniginnen zur Begattung an per Pheromon auffindbaren Sammelplätzen in circa 6 Metern Höhe ausfliegen, im Flug zu sehen, einzuholen und zu begatten. Nach einer erfolgreichen Begattung stirbt das Männchen sofort, da beim Begattungsakt seine Geschlechtsorgane komplett aus dem Hinterleib ausreißen. Nicht alle Männchen kommen hierbei zum Zug. Drohnen können sich nicht selbst ernähren und werden gefüttert und geputzt und dienen lediglich der Weitergabe ihrer Gene. Im Spätsommer, nach der Begattungszeit werden die Drohnen von den Bienen als "unnütze Esser" aus dem Stock geworfen. (sogenannte Drohnenschlacht)

Die nächste Tafel 6d befindet sich auf der gegenüberliegenden Seite dieser Hüttenwand. Sie laufen nach links an die Ecke der Hütte und umrunden die Hütte nach rechts zweimal um die Ecke und finden da eine Treppe. Wenn Sie die Treppe gefunden haben drehen sich sich um 90 Grad nach Rechts und stehen nun vor der Tafel 6d.

 

 

Station 6d - Infotafel "Wie die Bienen Honig machen"

Sie stehen vor der Tafel 6d mit der Überschrift "Wie die Bienen Honig machen".

Die Tafel ist unterteilt in Informationstexte und einzelnen Darstellungen die folgend beschrieben werden. (von links nach rechts)

links ist eine Blüte dargestellt auf der eine Biene gelandet ist und ihren Kopf mit dem Rüssel und der langen Zunge in den Blütenkelch senkt um den Nektar zu schlürfen.

Darunter ist der Kopf einer Biene mit Ihren Mundwerkzeugen und dem Rüssel mit der daraus ausfahrenden langen Zunge abgebildet.

In der Mitte ist eine Biene im Flug zu sehen, welche ihre 6 Beine weit abspreizt und an den beiden hintersten Beinen ein 1-2 mm großes Päckchen aus zusammengedrücktem Pollen geklebt hat (das sogenannte "Pollenhöschen")

Darunter ist eine Biene im Querschitt dargestellt und die Lage des Honigmagens gekennzeichnet (Vormagen der im oberen Teil des Hinterteils liegt und in dem Nektar mit Hilfe von Enzymen zu Honig entwickelt wird. Dem Honig wird dann durch hochwürgen, weitergeben an anderen Bienen auch Wasser entzogen.)

Rechts sind oben Waben dargestellt auf denen zwei Bienen sitzen und den mitgebrachten bzw. übernommenen Necktar wieder aus dem Honigmagen hochwürgen und in die Waben tropfen lassen.

Darunter sieht man fünf Waben im Querschnitt mit einem Ei, einer geschlüpften Rundmade, einer etwas größeren Rundmade, einer Nymphe und einer Puppe.

Ganz unten rechts ist ein Imker mit stichfestem Imkeranzug und Schleierhut, sowie stichfesten Handschuhen abgebildet, der eine Wabe in den Händen hält und diese mit Rauch aus seiner Pfeife bebläst um die darauf herumlaufenden Bienen zu beruhigen und zur Seite zu scheuchen damit er die Waben begutachten und die Wachsdeckel von den Honigwaben zu schaben.

In Folge nun die Texte auf der Tafel von links nach rechts:

Zur Blütezeit verlassen die Arbeitsbienen den Stock, um Nahrung und Vorräte in Form von Nektar und Pollen zu sammeln.

Mit Ihrem Rüssel saugen sie den zuckerhaltigen Saft (den Nektar) aus den Blüten.

Dabei bleibt der Blütenstaub (der Pollen) an ihren feinen Körperhärchen hängen. Diesen Pollen befestigt die Biene mit Speichel an ihrem Hinterleib. So entstehen ihre oft gelb gefärbten Pollenhöschen.

Die noch an ihren Haaren hängenden Pollen werden von Blüte zu Blüte getragen. So sorgen die Bienen für die Bestäubung vieler Blütenpflanzen.

Der Nektar wird von den Bienen in ihrem Magen gesammelt, zum Teil als Nahrung für andere Bienen, zum Teil als Vorrat für den Winter.

Aus dem Nektar entsteht in ihrem Magen Honig: deswegen nennt man ihn auch "Honigmagen". Den Honig geben sie aus dem Magen in selbsgebaute Vorratsbehälter, die Waben, ab.

Diese Waben werden aus Wachs gebaut, das von besonderen Drüsen an ihrem Körper gebildet wird. Mit diesem Wachs verschließen die Bienen auch ihre Honiggefüllten Wabenzellen.

Die sechseckigen Waben dienen nicht nur der Aufbewahrung von Honigvorräten, sondern auch zur Aufzucht der jungen Bienen (Larven).

Der Imker entfernt die Wachsdeckel von den Honigwaben. Der Honig wird nun durch Schleudern aus den Zellen geholt. Aus der Schleuder kann der Honig direkt in die Gläser abgefüllt werden.

 

Die nächste Tafel 6e finden Sie, indem sie sich wieder um 90 Grad nach links drehen bis sie wieder an die Treppe kommen - dieser Treppe fogen sie nach links und kommen dort an die Wand/Ecke der nächsten Hütte. Hier überqueren Sie den Schotterweg auf die linke Seite und folgen hier dem Weg nach rechts (etwas bergab) bis sie an eine kleine, etwa Kniehohe Mauer kommen. Rechts gegenüber dieser Mauer ist an der Stirnseite unseres Insektenhotels die Tafel 6e angebracht.

Station 6e - Infotafel "Insektenhotel"

Sie stehen vor der Tafel 6e "Insektenhotel"

Auf der Tafel sind neben (später näher beschriebenen) Texten links unten eine Abbildung eines Ausschnitts eines Blumen-/Staudengartens und rechts ein Bild eines Insektenhotel-Beispiels mit 6 Fächern mit Lehm, Holzscheiben mit Löchern, geschichteten Schilfrohrstängeln und Ziegelsteinen.

Über die Tafel, zwischen den Texten verteilt sind auf der linken Hälfte verschiedene Blüh-/Futterpflanzen für Insekten - in der rechten Hälfte die verschiedenen Insekten die im Insektenhotel Unterschlupf finden.

Folgend die Aufzählung der auf der linken Tafelhälfte aufgeführten Blüh-/Futterpflanzen von links oben bis Mitte unten:

- Thymian (blass-blau blühende und kleinkrautige Heil- und Gewürzpflanze)

- Margerite (bis zu 60cm hohe Wiesen-Blühpflanze mit circa 5 cm großen weißen Blüten)

- Brennnessel mit aufsitzenden Raupen des Tagpfauenauges (Buschförmige Pflanze mit Brennhaaren an Stängeln und Blättern - direkt an den Stängeln sitzen die kleinen weißen Blüten die viel Nektar für Insekten bieten)

- Garten-Rittersporn (bis zu 1,80 m große Pflanze deren blauen Blüten an bis zu 50 cm langen traubigen Blütenständen sitzen)

- Heilziest (auch "Echte Betonie" genannt - krautige Pflanze mit violetten kleinen Blütendolden)

- Gemeiner Flieder (Buschgewächs mit großen blau-violett blühenden und stark duftenden Blütendolden)

- Arnika (gelb und sternförmig blühende, sowie giftige Heilpflanze)

- Körniger Steinbrech (halbhohe krautige Pflanze mit winzigen Blättern und kleinen, weißen Blüten)

- Mauerpfeffer (niedrige Mauerpflanze mit fleischigen Stängeln und kleinen gelben Blüten)

 

Nachfolgend die auf der rechten Tafelseite abgebildeten Insektenhotel-Bewohner:

Schmetterlinge:

- Admiral (schwarzer großer Schmetterling mit leuchtend orangenen Streifen und weißen Punkten)

- Kaisermantel (leuchtend orangener Schmetterling mit braunen Punkten)

- Kleiner Fuchs (Orange gefärbter Schmetterling mit braun/schwarzen und weißen Flecken und interessant Schwarz-weiß-blau gezacktem Rand an den Flügeln)

- Tagpfauenauge (rostroter Schmetterling mit weiß-schwarz-blauen kreisrunder Zeichnung auf allen 4 Flügeln welche wie Augen bzw. Pfauenfedern aussehen)

Bienen und Wespen:

- Hornisse (größte Wespenart in Europa - circa 3,5 cm große Wespenart mit braun-schwarzem Kopf und Bruskorb und gelb-schwarzem Hinterleib)

- Pelzbiene (solitär (ohne Volk) lebende Biene welche wie eine kleine Hummel starke Behaarung aufweist und im Insektenhotel ihre Brut ablegt)

- Lehmwespe (schwarz-rot gefärbte größte Solitärwespe mit gelb-schwarzem Hinterleib und langer dünner "Taille")

- Honigbiene (unsere Hauptakteurin dieses Bienenlehrpfades)

- Holzbiene (große schwarz-blau schimmernde Solitär-Biene die in Holz ihre Brut ablegt)

- Ackerhummel (bis zu 3 cm große häufig vorkommende Hummel mit starker Behaarung (Pelz) die in kleinen Völkern lebt)

- Steinhummel (kleine Hummelart welche in kleinen Völkern unter Steinhaufen und in Mauern lebt)

- Grabwespe (kleine Solitär-Wespe die ihre Brut in selbst gegrabenen Erdgängen ablegt)

Sonstige:

- Marienkäfer (kleiner roter Käfer mit schwarzen Punkten der sich unter anderem von Blattläusen ernährt)

- Schwebfliege (kleine schwarz-weiß gestreifte Fliege ohne Stachel welche keinen Stachel besitzt (und nur die schwarz-gelbe Warnfarbe als Trick benutzt) und auf der Stelle verharrend fliegen kann.

- Ameise (kleines schwarzes Insekt, welches in teils komplexen großen Staaten lebend unter der Erde Bauten errichtet)

- Gartenkreuzspinne (große Netzspinne mit in verschiedenen braunschattierungen und zu einem Kreuz zusammengesetzten mehreren weißen Flecken auf dem Hinterleib)

- Krabbenspinne (hellfarbene kleine Spinne mit langen (krabbenähnlichen) Vorderbeinen welche als Lauerjäger auf Blüten sitzt und dort die Blütenbesuchenden Insekten erbeutet)

 

Auf der linken Seite der Tafel steht folgender Text:

Artenreichtum

ist die erste Voraussetzung für ein stabiles ökologisches Gleichgewicht in einem Garten. Bestimmte Tiere sorgen dafür, dass andere Tierarten, die von Gartenpflanzen leben, nicht überhand nehmen. Indem man ihnen Unterschlupf und Nistmöglichkeiten anbietet, kann man seine "Gartenarbeiter" gezielt ansiedeln.

Es ist durchaus sinnvoll, in einem Gemüsebeet auch einzelne Korb- und Doldenblüten stehen zu haben. Diese Pflanzen bieten besonders blütensuchenden Insekten, deren Larven parasitisch oder räuberisch leben, eine wichtige Nahrungsgrundlage. In einem penibel sauberen und aufgeräumten Garten haben es Nützlinge schwer heimisch zu werden.

Eine besondere Anziehungskraft haben einfach blühende Wildformen von Blütenpflanzen und Sträuchern. Die züchterisch bearbeiteten Pflanzen besitzen meist wenig oder gar keinen Nektar. Sie sind daher für die erwachsenen Nützlinge unbrauchbar. Um für die Nutzinsekten Nahrung zu bieten, sollte der Garten das ganze Jahr über Blüten entwickeln und außerdem ein kleines Vogelbecken oder einen Teich besitzen, denn auch "Krabbler" müssen trinken.

 

Text in der Mitte der Tafel und unter der Unterschrift:

Insektenhotel - Brutplatz und Unterschlupf zum Wohlfühlen.

In der freien Natur stellt sich stets ganz natürlich ein Gleichgewicht der Pflanzen- und Tierarten ein. So ist das Überleben aller Arten gesichert.

In künstlich angelegten Gebieten wiederum kann dieses Gleichgewicht gestört werden, da sich einige Insekten aufgrund einer bestimmten Anbauweise stark vermehren und andere keine Futterpflanzen finden.

Ein Insektenhotel dient als Brutplatz und Unterschlupf der kleinen Gartenarbeiter. Sie machen sich in unterschiedlichster Weise dem Menschen nützlich. Die einen machen Musik, die anderen bestäuben die Blüten und die dritten vertilgen sogenannte "Schädlinge".

Durch die natürliche Schädlingsbekämpfung gibt es keine gesundheitlichen Gefahren für den Menschen, wie zum Beispiel durch Chemikalien, die auch der Pflanze schaden.

Der Bau eines Insektenhotels ist einfach. Die Zimmer werden auf verschiedene Art und Weise hergerichtet. Man kann verschiedene Arten von Holz, das möglichst hart und faserfrei sein muss, übereinander legen oder Holzstumpen aufstellen. In dieses Holz bohrt man unterschiedliche dicke und tiefe Löcher. Man kann rote Ziegel übereinanderstapeln, dünne Äste aufreihen, Blumentöpfe mit Holzwolle und Reisig füllen, Schilf aufreihen, Lochziegel mit Stroh füllen. So entstehen unterschiedlich große und kleine Spalten und Lücken, in denen sich die Gartenbewohner wohl fühlen.

 

Sie können, wenn Sie vor der Tafel stehen, an der rechten Seite des Schildes 90 Grad nach links vorbei und fühlen linker Hand unserere Insektenhotel-wand mit Dach (Vorsicht es geht leicht bergab) - An der Insektenwand können Sie unsere unterschiedlichen "Hotelzimmer" erfühlen, welche mit Lehm gefüllt, in denen Strangfalzziegel (alte Dachziegel mit langen Bohrungen ander Vorderkante) aufgeschichtet oder Holzscheiben mit Löchern oder Schilfrohren gefüllt sind. (Nicht erschrecken, vor der gesamten Insektenhotel-Wand ist ein Hasendrahtnetz befestigt um zum Beispiel Vögeln den Zugang zu verwehren)

Wenn Sie an der Insektenwand nach rechts weitergehen kommen Sie an einen Kasten. Dessen Vorder- und Rückseite lässt sich mit zwei kleinen Riegeln oben und unten rechts entriegeln und nach links zur Seite aufklappen - dahinter befindet sich in den Sommermonaten hinter einer Plexiglasscheibe 4 Wabenrähmchen mit einem Bienenvolk. Dieses kann nach rechts unten, durch einen circa 1 Meter langen Plexiglastunnel nach rechts ein- und ausfliegen. (Gehen Sie hier nicht weiter, da sie sonst in die Flugbahn der Bienen geraten)  - Legen Sie einmal das Ohr an die Plexiglasscheibe (keine Angst die Bienen können nicht aus dem Kasten heraus) und hören sie das verschiedene und geschäftige Summen der Bienen. Können Sie nach einiger Zeit unterschiedliche Summtöne hören ? zum Beispiel das tiefe, fast zufriedene Brumseln der Bienen die auf den Waben arbeiten, das rhythmische Summen einer Biene die durch ihren Schwänzeltanz anderen Bienen die Richtung und Entfernung einer ergiebigen Futterquelle beschreibt...und vieles mehr.

Gehen Sie nun wieder auf den zuvor beschrittenen Wegen zurück zum Eingang unseres Lehrbienenstandes. Laufen Sie nun nach links, außerhalb des Lehrbienenstandes, circa 20 Meter den Waldweg leicht bergauf und biegen dann nach links in einen schmalen Schotterweg ein. Wenn Sie diesen circa 25 Meter weit gelaufen sind, kommt auf rechter Seite das Schild 6f "Lebensraum Trockenmauer".

Station 6f - "Lebensraum Trockenmauer"

Sie stehen vor der Tafel 6f - "Lebensraum Trockenmauer".

In der Mitte der Tafel ist ein Ausschnitt einer Hügel-Landschaft abgebildet. Entlang von Böschungen mit Trockenmauern mit Wiesen, Bäumen und Büschen schlängelt sich ein Feldweg von vorne nach hinten in die Landschaft.

Links und unterhalb des Landschaftsbildes ist ein Text und dazwischen, sowie rechts in der Tafel sind 6 häufig vorkommende Tiere abgebildet.

An der im Vordergrund dargestellten Trockenmauer und neben dem Feldweg sind Zahlen von 1 bis 10 aufgemalt, welche die in Trockenmauern typisch wachsenden Pflanzen benennt und folgend aufgeführt werden:

1 - Rundblättrige Glockenblume (mehrjährige, krautige Pflanze, die bis zu 60 cm hoch wächst. Sie wurzelt bis 120 Zentimeter tief und hat blass-violette glockenförmige Blüten)

2 - Nördlicher Streifenfarn (in Mauerspalten wachsende Pflanze mit langen, kahlen Wedeln)

3 - Gemeiner Tüpfelfarn (grüne Pflanze mit zweizeilig wechselständig gefiederten langen Blättern)

4 - Thymian (Heil- und Gewürzpflanze mit kleinen blauen Blüten)

5 - Kleiner Sauerampfer (krautige, bis zu 40cm hohe Pflanze deren Stängel nach oben rötlich verlaufen)

6 - Gundermann (wintergrüne, krautige Pflanze mit lila-blauen Blüten)

7 - Salbei-Gamander (ausdauernde, krautige Heilpflanze mit blass-gelben Blüten)

8 - Schwarzer Streifenfarn (grüne Pflanze ähnlich dem gemeinen Tüpfelfarn, jedoch mit schwarz-braunen Stielen)

9 - Braunstieliger Streifenfarn (hier mit bräunlich gefärbten Blättern an den Wedeln)

10 - Stinkender Storchenschnabel (niedrig wachsende, widerstandsfähige Pflanze mit kleinen zart-lilanen Blüten. Riecht schon in halben Meter entfernten sehr stark und dumpf)

Folgend nun die Aufzählung der abgebildeten vorkommenden Tiere:

- Gottesanbeterin (bis zu 6 cm großes, grünes Insekt mit langen Vorderarmen, welche als Lauerjägerin regungslos wartend vorbeikommende Insekten mit ihren Fangarmen erbeutet)

- Zaun-Eidechse (bis zu 14 cm große, grüne Eidechse mit braun, schwarz, weiß getupftem Streifen auf dem Rücken)

- Zwergfledermaus (4,5 cm große Fledermaus mit braunem Fell und schwarzen nackten ledrigen Flügeln)

- Mauerfuchs (dunkel-gelber Schmetterling mit braunen Streifen und schwarzen großen Punkten an den Flügelenden)

- Pelzbiene (solitär (ohne Volk) lebende Biene welche wie eine kleine Hummel starke Behaarung aufweist und im Insektenhotel ihre Brut ablegt)

- Erdkröte (bis zu 9 cm große, froschähnliche Amphibie mit braun-beiger Färbung welche unter anderem in selbst gegrabenen Erdlöchern lebt)

 

Text auf linker Tafelseite:

Trockenmauern sehen nicht nur schön aus, sie sind Zeugen einer jahrhundertealten, traditionellen Bautechnik. Die Mauern wurden und werden "trocken", also ohne Zement oder Mörtel, meist mit Steinen aus der näheren Umgebung gebaut. Trockenmauern passen sich harmonisch ins Landschaftsbild ein und sind sehr stabil. Durch die stützende Funktion wurde es möglich, steile Hänge in flachere Geländeeinheiten zu verwandeln, die leichter zu begehen und zu bewirtschaften sind. Trockenmauern bieten einen geschützten Lebensraum für viele seltene Tiere und Pflanzen. Besonders wärmeliebende Tiere wie die Gottesanbeterin finden hier ein optimales Kleinklima.

Wichtig ist, was man nicht sieht. Die Hohlräume im Innern, sowie Spalten und Ritzen als Zugänge fördern die Besiedlung mit verschiedenen Tierarten. In den Mauerritzen leben unzählige Kleinlebewesen und Wildbienen legen hier ihre Nester an. Tiefe Hohlräume mit geringen Temperaturschwankungen werden von Fledermäusen als Tages- und Überwinterungsquartier genutzt. Eidechsen und Schlangen lieben die sich rasch erwärmende Steinoberfläche. In den feuchten Spalten am Mauerfuß verkriechen sich gerne Erdkröten.

Text unten rechts:

Dieser selten gewordene Lebensraum wird auch von einer bunten Vielfalt an Pflanzen geschätzt. Da die Oberfläche von Mauersteinen an heißen Sommertagen bis zu 70 Grad Celsius erreichen kann, haben sie unterschiedliche Strategien entwickelt, um sich vor Austrocknung und Verbrennung zu schützen: Eine verdunstungshemmende Wachsschicht, starke Blattbehaarung, verholzte Stängelteile oder die Verringerung der Blattoberfläche. Zum Beispiel rollt der Braune Streifenfarn seine Blättchen bei starker Sonneneinstrahlung ganz eng zusammen.

Anmerkung zur Station: Im Frühjahr ist neben der Infotafel der Bau einer kleinen Trockensteinmauer geplant.

Sie laufen nun wieder den Kiesweg zurück bis zum Waldweg und gehen auf diesem nach rechts zurück bis vor zum geteerten Feldweg. Diesen überqueren Sie geradeaus auf die gegenüberliegende Seite und laufen nach links, am rechten Wegrand entlang bis Sie auf rechter Seite zum geschotterten Weg zur Station Nr. 4 "Von der Blüte zum Apfel" gelangen. Circa 3 Meter nach rechts vom geteerten Weg aus gelangen Sie an das Infoschild zur Station.

 

 

Station 4 - "Von der Blüte zum Apfel"

Sie stehen vor der Station 4 - "Von der Blüte zum Apfel"

Auf der Tafel ist neben Textblöcken ganz oben mittig der Titel der Tafel "Von der Blüte zum Apfel" abgebildet. Links mittig ist ein Bild einer Arbeitsbiene im Flug mit einem Pollenhöschen am Bein abgebildet. Mittig ist in den obersten Dritteln ein Bienenschwarm abgebildet, der an einem Ast hängt. Der Bienenschwarm besteht aus einem mehr als Armlangen tropfenförmigen Knäul aus tausenden, sich aneinander klammernder Bienen in deren Mitte geschützt die Bienenkönigin sitzt. Die Bienenkönigin versprüht dabei ein für die Schwarmbienen unwiderstehliches Pheromon das alle Bienen zur Königin schwärmen lässt. Neben dieser Abbildung sind die drei sogenanten Bienenwesen: Drohn (Bienenmännchen), Arbeiterin und Königin abgebildet. Darunter ist ein Apfelbaum-Ast mit offenen Apfelblüten abgebildet an dessen Blüten gerade eine Biene gelandet ist und ihren Rüssel tief in eine der Blüten versenkt um daraus Nektar zu lecken und Pollen aufzusammeln. Darunter wird links die Apfelblüte vor der Bestäubung anhand einer vergrößerten Darstellung einer aufgeschnittenen Apfelblüte erläutert. Rund um diese Abbildung werden unten in der Blüte die "Fruchtknoten mit Samenanlagen" gekennzeichnet. Darüber kommen die "Kelchblätter" an denen die "Blütenblätter" befestigt sind. In der Mitte der Blüte ist der sogenannte "Griffel" der mit den Staubblättern umrandet ist, an denen der Pollen lose anhängt. Neben dieser Abbildung ist ein weiterer Querschnitt einer Blüte abgebildet (ohne Blütenblätter) mit der die "Befruchtung" dargestellt wird. Damit wird nochmals der Griffel dargestellt auf dem ein, von einer Biene oder anderen Insekt herbeigetragenen und versehentlich auf dem Griffel fallen gelassenen, Pollenkorn liegt. Bei der Befruchtung bildet sich von diesem Pollenkorn ausgehend im Griffel ein sogenanter Pollenschlauch der die männlichen Zellkerne hinunter zum Fruchknoten und in die Eizelle bringt und die Blüte somit befruchtet.

Auf der rechten Seite der Tafel ist oben eine Helle Erdhummel abgebildet, welche mit einigen anderen Insekten, sowie Wildbienen, an der Bestäubung von Blüten beteiligt ist.

Nun zum Text auf der Tafel links beginnend:

Duft - Nektar - Pollen

Obstblüten duften für uns, aber auch für Bienen und Ihre Verwandten verführerisch. Sie zeigen damit ihre zuckerreiche Nahrung, den Nektar an. Auf der Suche nach dieser Nahrung besuchen Bienen die Blüten. Sie stoßen dabei an die Staubblätter und bepudern ihre behaarten Körper mit Pollen. Die Bienen bürsten den Pollen in die "Körbchen" an ihren Hinterbeinen. So bringen sie ihn als eiweißreiches Futter für Ihre Larven in den Bienenstock.

Text mittig unten:

Befruchtung:

Bleibt beim Besuch der nächsten Blüte befruchtungsfähiger Pollen an den Narben von deren Fruchtblättern hängen, keimt dieser und es wachsen Pollenschläuche durch den Griffel zu den Samenanlagen im Fruchtknoten. Nach der Verschmelzung der Keimzellen entwickeln sich Samen und das Fruchtgewebe und der Apfel entsteht.

Text rechts:

Weitere Helfer bei der Befruchtung

Ist es während der Obstblüte für bienen zu kalt, werden Hummeln aktiv. Sie fliegen schon ab 4 Grad Celsius. Die allein lebenden Wildbienen (In Mitteleuropa rund 500 Arten) sammlen für ihren Nachwuchs Pollen, den sie in ihrem Bauchhaar transportieren.

Fette Jahre - magere Jahre

Bei nassem oder zu kaltem Wetter während der Blütezeit wird ein Großteil der Blüten nicht oder unzureichend bestäubt. Bei großen Obstbäumen, weniger bei Niederstämmen, ist die sogenannte Alternanz ein Problem. Nach einem Jahr mit sehr guten Erträgen folgt eines, in dem die Erne sehr mager ausfällt. Noch ein Jahr später ist der Segen wieder kaum zu bewältigen. Die Ursachen sind bis heute nicht genau bekannt, denn alle Bäume einer Region alternieren gleichzeitig.

Die nächste Tafel erreichen Sie, indem Sie auf dem Stations-Kiesweg zurück zum geteerten Feldweg gehen. Diesen überqueren Sie geradeaus und laufen nach rechts am linken Feldwegrand ca. 50 Meter weiter. Dann kommt links wieder ein geschotteter Weg. An diesem laufen Sie circa 1 Meter weiter am Feldweg entlang bis wieder am Rand Gras kommt. (Achtung Graben) - hier drehen sie 90 Grad nach links und können schon die Ständer der nächsten Station "Drehscheibe - Rund um die Biene" mit dem Taststock ertasten.

Station 8a - "Drehscheibe - Rund um die Biene"

Sie stehen vor der Tafel "Drehscheibe - Rund um die Biene"

Auf der Tafel befindet sich eine große Drehscheibe (Bitte auf die Finger achten und nicht einklemmen) - Auf dieser Drehscheibe ist ein 15 auf 15 cm großes Rechteck am Rand ausgeschnitten. Rund um die Drehscheibe auf der Tafel sind verschiedene Fakten und Fragen zum Thema Biene, teilweise mit Fotos oder Abbildungen. Dreht man die Drehscheibe mit der Öffnung auf die Seite auf der daneben auf der Tafel die Fragen und Fakten stehen, erscheinen die Antworten oder weitere Fakten.

Hier die Erklärung der Tafel mit den Fakten und Fragen rund um die Drehscheibe:

Beginnend oben links - Drehscheibenöffnung auf circa 11 Uhr:

Bionik - Abbildung einer Bienenwabe mit der sechseckigen Struktur. Beschreibung auf der Tafel: Mit möglichst wenig Wachs werden staile, sechseckige und somit Platzsparende Wabenzellen für Honig, Pollen und Brut gebaut. Vorbild für Bauteile von Türen, Snowboards, Schiffe und Flugzeuge und vielem mehr dessen Stabilität wichtig ist.

Drehscheibenöffnung auf 9 Uhr:

Text im Fenster der Drehscheibe: Diese Tiere bestäuben ebenfalls Plfanzen - auf der Tafel daneben sind folgende Tiere abgebildet: Laufkäfer, Fledermaus, Kolibri (Vogel), Hummel, Schlupfwespen bzw. Wildbiene, Schmetterling

Drehscheibenöffnung auf circa 7 Uhr:

Text im Fenster der Drehscheibe: Die Bienenstöcke sind am Feldrand an Seilen befestigt. Bei Berührung schwärmen die Bienen aus und vertreiben so die Elefanten. Auf der Tafel daneben ist ein Foto mehrerer Elefanten im Afrikanischen Grasland, darunter steht: Bienen schützen die Ernte vor Elefanten in Afrika.

Drehscheibenöffnung auf 6 Uhr:

Im Fenster der Drehscheibe ist ein Foto eines bartförmigen (nach unten spitz zulaufend) Knäuel sich aneinander klammender hunderter von Bienen die am Ausgang Ihres Bienenkastens nach unten hängen. Text auf der Tafel darunter: So ein Bienenbart ensteht bei höheren Temperaturen um eine Überhitzung im Bienenstock zu vermeiden. Die Bienen sammeln sich vor dem Flugloch und verbringen dort die Nacht bis es kühler ist.

Drehscheibenöffnung auf circa 5 Uhr:

Text im Fenster der Drehscheibe: Pflanzen, die für Bienen Pollen und Nektar liefern werden als Bienenweide bezeichnet. - Daneben auf der Tafel rechts davon steht der Titel "Bienenweide" und es sind einige wichtige Futterpflanzen bzw. Futterblüten abgebildet: Lilie, Lavendel, Glockenblume, Malve und Sonnenblume.

Drehscheibenöffnung auf 3 Uhr:

Im Fenster der Drehscheibe ist ein vergrößertes Foto einer ovalen Varroamilbe (im Original ist diese ca. 1-2 Milimeter groß). Daneben steht auf der Tafel folgender Text: Varroamilbe - Ein Parasit aus Asien der die Bienen befällt ud sie mit gefährlichen Krankheitserregern infiziert. Der Imker muss im Spätsommer deshalb jedes Volk dagegen behandeln, ansonsten droht den Bienen der sichere Tod.

Drehscheibenöffnung auf circa 2 Uhr:

Im Fenster der Drehscheibe steht folgender Text: Ohe Bienen gäbe es diese Lebensmittel nicht. Daneben ist auf der Tafel rechts die Überschrift "Bestäubung" und folgende Früchte und Nüsse abgebildet: Mandeln, Kirsche, Zitrone, Pflaume, Kokosnuss, Melone, Kürbis und Träubchen.

 

Die nächste Station "Friedliche Brummer: Wildbienen und Hummeln ist circa 1,5 Meter hinter der Tafel vor der Sie gerade stehen. Sie gelangen dorthin, in dem Sie auf dem Schotterweg wieder vor zum Feldweg gehen. Sich nach Links wenden und den Feldweg weiter am linken Rand weitergehen. Nach circa 3 Metern öffnet sich links wieder ein Schotterweg. Biegen Sie hier links ein - nach circa 1 Meter können Sie mit dem Taststock bereits die Stützen der Stations-Tafel "Friedliche Brummer" ertasten.

Station 8b - "Friedliche Brummer: Wildbienen und Hummeln

Sie stehen vor der Tafel "Friedliche Brummer: Wildbienen und Hummeln".

Auf der Tafel ist fast über die gesamte Tafel eine Wiese und eine Sandgrube im Querschnitt mit aufgeschnittenem Erdreich zu sehen. Rundherum sind Erklärtexte zu sehen. Unten links sind die 3 Entwicklungsstadien einer Wildbiene (Gehörnte Mauerbiene) dargestellt: 1. das Ei, 2. die Larve, 3. die Puppe und 4. die Hummel.

In folge wird die Abbildung der Wiese und Sandgrube genauer beschrieben:

Abgebildet ist links ein kleines Fleckchen Wiese mit hohem Gras und verschiedenen Blumen. Zwischen den einzelnen Blumen krabbeln und fliegen verschiedene Hummelarten. Die Ackerhummel (nutzt zum Nisten gern in verlassenen Mäusenestern), Baumhummel (Nistet gern in alten Vogelnestern), Helle Erdhummel (nistet in unterirdischen Nestern) und Wiesenhummel (das Nest wird in Mauern, im Gebüsch oder in verlassenen Mäusenestern angelegt). Unter diesem Fleckchen Wiese ist ein Querschnitt des Erdreichs darunter und man sieht eine Höhle mit einem Wiesenhummel-Nest. Man sieht Kokons auf denen Arbeiter-Hummeln herumkrabbeln und die Brut in ihren verschiedenen Entwicklungsstadien pflegen und füttern.

Weiter auf der Abbildung ist mittig eine Sandgrube abgebildet mit den Brutröhren einer Hosenbiene und Sandbiene. Diese graben eine große senkrechte Röhre in das Erdreich von der einzelne kleine Bruthöhlen abgehen die mit jeweils einem Ei und Pollen als Futter für die Brut angelegt werden. Meist wird die Röhre am Ausgang an der Erdoberfläche sorgfältig verschlossen und die Brut ihrem weiteren Schicksal überlassen.

Rechts auf der Abbildug ist der Rand einer Sandgrube mit einer Böschung aus Lehm und Sand abgebildet auf der einige Trockenheit liebende Pflanzen, wie Disteln unter anderem, spärlich wachsen. Ganz am Rand dieser Böschung ist ein leeres Schneckenhaus im Querschnitt zu sehen das sorgfältig mit einem Haufen kleiner Stöckchen und Nadeln von Nadelbäumen bedeckt ist. Im Inneren hat die zweifarbige Mauerbiene ein Ei mit Pollen abgelegt.

Darüber ist in der Böschung der Querschnitt der Brutanlagen einer hellen Erdhummel und einer Roten Mauerbiene abgebildet. Diese nutzen vorhandene Holräume in der Böschung. Sie legen in dem röhrenartigen Hohlraum nacheinander ihre Brutzellen an. Dabei wird immer ein Ei und Pollenvorrat abgelegt und dieser Abschnitt mit Lehm und Erde sorgfältig verschlossen. Danach kommt das nächste Ei mit Pollenvorrat usw..

Daneben ist eine Brutzelle einer Harzbiene im Querschitt abgebildet. Diese baut ihre Brutzellen frei an Stängeln und Steinen und soweiter, und legt darin ebenfalls ein Ei mit Pollenvorrat ab, verschließt die Brutzelle und überlässt Ihre Brut für ihre weiteren Entwicklung allein.

Zuletzt ist noch das Nest einer Mauerbiene im Querschnitt abgebildet. Diese töpfert regelrecht ihre Brutzelle aus einzelnen kleinen Lehmkügelchen, die mit feuchtem Lehm verbunden sind an, aus der Böschung herausschauenden, Steinen.

In Folge der Text, der rund um die beschriebene Abbildung geschrieben steht. Von mittig oben bei der Überschrift, dann links oben beginnend gegen den Uhrzeigersinn nach rechts oben folgend:

Überschrift: Friedliche Brummer: Wildbienen und Hummeln. Text darunter: An nahezu allen blütenreichen Orten kann man vom Frühjahr bis zum Herbst Wildbienen und Hummeln antreffen. Sie sind wesentlich friedfertiger als Honigbienen oder Wespen. Wildbienen haben zwar alle einen Stachel, verteidigen sich aber nur, wenn sie angefasst und gequetscht werden.

Text links beginnend:

Neben der bekannten Honigbiene gibt es rund 500 "wilde" (das heißt: nicht domestizierte) Bienenarten in Deutschland. Vereinfacht kann man die Bienen in drei Gruppen unterteilen:

1. Sozial lebende Bienen - zu dieser Gruppe gehören die Honigbienen und Hummeln

2. solitär lebende Bienen (Einsiedlerbienen) - Diese Bienen sind Einzelgänger, das heißt: jedes Weibchen baut ein eigenes Nest und versorgt den Nachwuchs ohne Hilfe von Arbeiterinnen.

3. schmarozende Bienen - Sogenannte Kuckucksbienen, die sich darauf spezialisiert haben, ihre Eier in fremde Nester zu legen.

Nestbau-Spezialisten:

Wildbienen bauen kunstvolle Nester und Brutröhren. Beliebte Nistorte sind zum Beispiel, Käferfraßgänge, trockene Pflanzenstängel, Ritzen in morschem Holz oder leere Schneckenhäuser. Andere Arten legen ihre Brutgänge in sandigem Boden an.

Entwicklung:

Die Lebenserwartung einer Solitärbiene beträgt etwa 4-6 Wochen. An einem Tag baut sie eine Brutzelle, versorgt die Zelle mit einem Nahrungsvorrat und legt ein Ei, so dass sie im Laufe ihres Lebens etwa 20 bis 40 Larven produziert.

Metamorphose am Beispiel der gehörnten Mauerbiene: (Text neben oben erwähnter Abbildung einer Wildbiene mit den 4 Entwicklungsstadien)

Die weißliche Puppe lässt schon die spätere Biene erkennen. Die fertige Biene befreit sich mit Hilfe ihrer Oberkiefer und Beine aus der Puppenhaut.

Text rechts unten:

Ökologische Bedeutung:

Wildbienen sind wichtige Bestäuber bei Obstbäumen. Für viele Pflanzenarten sind sie sogar die einzigen Bestäubungspartner. So sichern sie die Vermehrung vieler Wildpflanzen und tragen zu deren Erhaltung bei. Wichtig und daher fett gedruckt: Alle Wildbienen und Hummeln sind durch das Bundesnaturschutzgesetz besonders geschützt.

Um zur nächsten Station 9 - "Klangspiel" zu kommen müssen Sie nun etwas länger laufen. Die Station erreichen Sie indem Sie den Schotterweg wieder zurück zum geteerten Feldweg laufen. Den Feldweg dann auf die andere Seite überqueren und dann nach links, am rechten Feldwegrand circa 250 Meter weiter gehen. Sie stoßen dann am Rechten Rand des Feldweges auf einen großen Steinquader. An dieser Stelle überqueren Sie den Feldweg wieder auf die andere Feldwegseite. (Achtung hier ist eine Durchfahrtsperre in Form einer circa 1,20 m hohen aufklappbaren Stange in der Mitte des Feldweges verankert - Bitte nicht stolpern!! die Stange ist mal aufgestellt und mal liegt sie nach hinten geklappt auf dem Boden des Feldweges) Sie erreichen dann die gegenüberliegende Feldwegseite, die sich in einer Gabelung des Feldweges befindet. Hier folgen Sie circa geradeaus dem geschotterten Weg circa 2,5 Meter und erreichen dann unser Klangspiel.

Station 9 - "Klangpiel"

Sie stehen vor unserer Station "Klangspiel".

Hier sind auf Brust/Kopfhöhe 5 Edelstahlrohre senkrecht herabhängend angebracht. Auf jedem der Rohre sind circa 10 cm vom unteren Rand Aufkleber in Blindenschrift mit der Musiknote der jeweiligen Klangrohres angebracht.

Der Klöppel zum anschlagen der Rohre hängt auf Gürtelhöhe, mittig an einem Querbalken unterhalb der Rohre an einem mit Kunsttoff ummantelten Stahlseil. (Bitte nach Gebrauch wieder in den Haken einhängen)

Am rechten Trägerbalken des Gerüstes hängt in ca. Brusthöhe eine circa DIN A4 große Tafel auf der die Noten des Liedes "Summ, Summ, Summ, Bienchen summ herum" abgebildet sind. Auf dieser Tafel sind die Noten und pro Zeile direkt darunter der Liedtext in Blindenschrift angebracht.

Viel Spaß beim Spielen und singen! 

Nach diesem Satz  ist eine Mediadatei in der Sie das Lied "Summ, Summ, Summ" anhören können:

 

Gerne können Sie und Ihre Kinder auch andere Lieder ausprobieren.

Sie erreichen die Station 10 - "Lebensraum Hecke" in dem Sie auf dem Kiesweg der Station 9 wieder zurück zum Rand des geteerten Feldweges gehen und nach rechts am rechten Feldwegrand weiterlaufen. Nach circa weiteren 200 Metern erreichen Sie rechts den Beginn des Kiesweges zur Station 10. Die Tafel ist circa 2 Meter nach rechts am Rand einer langen Hecke an der sie bis hierher entlang gelaufen sind.

Station 10 - Lebensraum Hecke

Sie stehen nun vor der Tafel "Lebensraum Hecke"

Die Überschrift oben: Die Hecke - Wichtiger Lebensraum der offenen Landschaft.

Auf der Tafel sind unten Links einige Tiere abgebildet, welche den Lebensraum Hecke besiedeln und deren Aktionsradius um die Hecke ist bezeichnet wie folgt:

Hermelin - (Wiesel - Raubtier aus der Gattung der Familie der Marder) Aktionsradius bis 300 Meter um die Hecke

Ameisen - bis 90 Meter Aktionsradius

Spitzmaus - bis 200 Meter Aktionsradius

Fuchs - Bis 3.000 Meter Aktionsradius

Erdkröte - bis 150 Meter Aktionsradius

Neuntöter (Vogel) - bis 50 Meter Aktionsradius

Goldammer (Vogel) - bis 160 Meter Aktionsradius

Mauswiesel - (kleine Wieselart) - bis 150 Meter Aktionsradius

Laufkäfer - bis 30 Meter Aktionsradius

Steimarder - bis 1.100 Meter Aktionsradius

Mittig links ist ein Schmetterling (Tagpfauenauge) abgebildet und darunter die Darstellung einer Wiese an deren Wiesenweg eine buschige Hecke abgebildet ist. Im rechten mittigen Teil der Tafel ist eine genauere Abbildung einer Hecke mit einer Blumenwiese davor. Aus der Hecke steigt links eine Elster fliegend auf und auf einem Ast einer Heckepflanze sitzt eine Meise.

Rechts unten ist eine frisch gepflanzte Hecke mit den 3 Schichten abgebildet. Der Baumschicht, der Strauchschicht und der Krautschicht.

Rund um die Abbildungen sind folgende Texte angebracht. Beginnend wieder von links nach rechts.

Links:

Hecken kommen in der freien Landschaft, entlang von Wegen und Straßen, an Acker- und Wiesenflächen sowie im Siedlungsbereich vor. Wie kaum ein anderer Lebensraum bieten Hecken eine Vielfalt verschiedenster Lebensbedingungen auf engstem Raum.

Funktionen von Hecken:

- Hecken gliedern die Landschaf und schaffen charakteristische Landschaftsbilder.

- Vor allem im Siedlungsbereich verbessern sie das Kleinklima, indem sie Staubpartikel aus der Luft filtern.

- Ebenso bieten sie einen guten Sicht- und Lärmschutz. Sie umschließen Gärten und Grundstücke und erscheinen so als "lebende Zäune".

- Hecken mindern die Windgeschwindigkeit.

- Sie speichern mehr Feuchtigkeit, zum Beispiel durch Raureif- und Taubildung.

- Die dichte Durchwurzelung schützt den Boden vor Abtrag durch Wasser und Wind (Erosion).

- Hecken liefern Holz- und Wildfrüchte und dienen als wertvolle Bienenweide.

- Bei der Feldbearbeitung angrezneder Äcker können viele Kleintiere in die Hecken ausweichen und finden dort Schutz.

 

Mitte:

Vielen Vogelarten bieten Hecken Nahrungs-, Nist- und Rastplätze. Mit Vorliebe bewohnen Neuntöter und Goldammer(Vogelarten) Heckenlandschaften.

An Blüten und Blättern findet man Käfer, Bienen und Hummeln. In Hecken sind besonders viele Schmetterlinge zu beobachten, wie beispielsweise das Tagpfauenauge.

Erdkröten und Schnecken suchen unter Asthaufen Schutz vor der Sonne beziehungsweise vor der Kälte im Winter. An warmen Stellen vor der Hecke sonnen sich Zauneidechse, Blindschleiche und Schlingnatter. Auch Säugetiere, wie beispielsweise Iltis, Wiesel, Marder und Igel finden im Dickicht einen geeigneten Unterschlupf.

Typische Gehölze sind Feldahorn, Heckenrose, Weißdorn, Schlehe, Haselnuss und Waldrebe.

 

Neuanpflanzug von Hecken:

Hecken-Neuanpflanzungen tragen zur Bewahrung des Landschaftsbildes und zum Überleben der heimischen Tier- und Pflanzenwelt bei.

Neben der richtigen Standortwahl sollte auf eine große Vielfalt an standortheimischen Gehölzen geachtet werden. Es sollte ein geschichteter Aufbau mit Baumschicht, Strauchschicht und Krautschicht angestrebt werden.

Die Hecke sollte mindestens 5 Meter breit geplant werden. Zwischen den Pflanzen sollte ein Abstand von 1 Meter bis 1,50 Metern eingehalten werden

In der Regel empfiehlt sich eine Pflanzung bei frostfreiem Wetter in der Zeit der Vegetationsruhe.

 

Pflege der Hecke:

Hecken zu erhalten und zu pflegen liegt im Aufgabenbereicht des Menschen. In Abständen von 8 bis 15 Jahren sollte man sie "Auf den Stock setzen", damit sie sich nicht in Wald verwandelt. Die bedeutet, dass die ausschlagfähigen Gehölze ungefähr eine Handbreit über dem Boden abgeschnitten werden. Beim abschnittsweisen "Auf den Stock setzen" bleibt ein ausreichender Heckenanteil funktionsfähig, so dass die Tiere genügend Rückzugsmöglichkeiten finden und die Sträucher neu austreiben können.

 

Sie erreichen die nächste Station 11 - Memoryspiel indem Sie den Kiesweg der Station 10 zurück zum Feldweg gehen und dann weiter nach rechts dem rechten Feldwegrand folgen. Nach circa weiteren 300 Metern befindet sich rechts die Memorystation. Achtung: der Wegebau dieser Station erfolgt erst im Frühjahr/Frühsommer 2019 nachträglich.

Hinweis: Diese Station ist derzeit leider noch rein visuell gestaltet. Hinweis für Menschen mit Einschränkung beim Sehen: Sobald genügend Gelder vorhanden sind (durch Spenden oder ähnlichem) ist hier zusätzlich zum visuellen Memory ein Fühlmemory zum ertasten geplant.

Beschreibung der Station: An 3 Edelstahlstangen zwischen den Trägergerüst-Pfosten sind jeweils 10 Holzwürfel in den  Maßen 10 auf 10 cm aufgefädelt. Auf einer nach vorne drehbaren Würfelseite sind insgesamt 15 Bildpaare frei verteilt angebracht. Zu Beginn des Spiels werden alle Würfel so gedreht, dass die Würfelseiten mit einer rein weißen Tafel nach vorne gerichtet sind. Durch drehen von immer 2 Würfeln müssen die Bildpaar gefunden werden.

Sie erreichen die nächste Station 12a - Biene als Honigsammlerin indem Sie den Schotterweg zurück zum Rand des Feldweges gehen und nach links dem Feldweg weitere 300 Meter am rechten Rand folgen. Die Station 12a beginnt rechts wieder mit einem Schotterweg. Biegen Sie, sobald Sie den Rand des Schotterweges erreichen nach rechts ab und folgen Sie dem Schotterweg circa 3 Meter bis sie das Trägergerüst der Station 12a erreichen.

Station 12a - Biene als Honigsammlerin

Sie stehen vor der Tafel mit der Überschrift "Imkerei - Die Biene als Honigsammlerin"

Diese Tafel ist in 3 Teile strukturiert. Links, Mitte und rechts. Sie hat folgende Abbildungen:

Linker Teil:

Oben links ist eine kleine Weltkarte abgebildet, auf der die Länder, in denen die Honigbiene verbreitet ist, schwarz gefüllt sind.

Mittig im linken Teil sind die drei "Bienenwesen": Arbeiterin, Königin und Drohn (Bienenmännchen) abgebildet. Darunter ist eine Arbeitsbiene im Flug mit vollem Pollenhöschen abgebildet.

Mittiger Teil:

Oben sind zwei Querschnitte von Waben abgebildet in denen Rundmaden, Streckmaden und Puppe eingezeichnet sind.

Darunter ist wieder ein Ast mit einem daran hängenden Bienenschwarm abgebildet. Rechts davon sieht man einen Imker im stechsicheren Schutzanzug der mit einem Käscher versucht die herunterhängende Bienentraube (Bienenschwarm mit tausender, sich aneinander klammendert Bienen) einzufangen.

Ganz unten sind zwei Bienen die auf Waben krabbeln abgebildet.

Rechter Teil:

Rechts oben ist eine Arbeitsbiene auf einer Blüte sitzend abgebildet die gerade Ihren Rüssel tief in die Blüte streckt um Nektar zu schlürfen.

Rechts unten ist ein Imker mit Hut und Stichschutz-Schleier abgebildet, der eine Pfeife im Mund hat welche beruhigenden Rauch verströhmt und einen Holzrahmen mit Bienenwabe in der Hand hält und betrachtet.

Folgender Text ist auf der Tafel zu lesen:

Überschrift: Imkerei - Die Biene als Honigsammlerin

Linker Teil:

Text neben Weltkarte: Verbreitung - Die Honigbiene stammt wahrscheinlich aus Indien. Durch die Imkerei ist sie heute sogar weltweit verbreitet.

Darunter: Die Biene und Ihr Volk:

Die Bienen gehören zu den sozialen Insekten. Ein Bienenvolk besteht im Sommer aus bis zu 80.000 Individuen. Den Winter überdauern nur etwa 10.000 - 15.000 von ihnen.

Es gibt drei unterschiedliche Kasten (Gesellschaftsschichten). Eine Kaste besteht aus unfruchtbaren Weibchen: den Arbeiterinnen. Die zweite Kaste bilden die männlichen Bienen: Die Drohnen. In der dritten Kaste lebt nur ein Tier: die Königin.

Beschreibung der abgebildeten 3 Bienenwesen:

1. Arbeiterin, 12-15 Milimeter groß. Sie sorgen für alles. Stock putzen, Maden füttern, Honig lagern, am Eingang wachen, Temperatur im Stock regulieren, Blütenstaub und Nektar sammeln. Im Sommer leben sie 4 - 6 Wochen. Nur die Winter-Bienen werden circa 6 Monate alt.

2. Drohn, 14 - 18 Milimeter groß. Drohnen haben in erster Linie die Aufgabe sich mit den jungen Königinnen zu paaren. Sie erscheinen vom Frühjahr bis zum Spätsommer und sterben sofort nach der Paarung. Sie haben keinen Stachel und müssen auch von den Arbeiterinnen gefüttert werden.

3. Königin, 16 - 20 Milimeter groß. Die aktive Aufgabe der Königin beschränkt sich auf das Eierlegen. 3.500 Eier am Tag sind keine Seltenheit. Eine Königin kann mehrere Jahre alt werden.

Text um die Abbildung der fliegenden Arbeitsbiene mit Pollenhöschen:

Merkmale der Honigbiene:

Pollenhöschen: Die Pollen, die sich an den Beinen und am Körper der Biene ansammeln, werden in die sogenannten Körbchen an den Hinterbeinen gebürstet.

Stachel: Er ist mit Widerhaken besetz. Dadurch reißt es der Bienen nach einem Stiche einen Teil des Hinterleibs ab, woran sie stirbt. Der Giftapparat sitzt direkt am Stachel ud pumpt Gift in das Opfer. Gleichzeitig werden beim Stich Pheromone an das Opfer angehaftet, so dass andere Wächterbienen bei einem Angriff des Stocks den Angreifer schneller finden und ebenfalls zustechen können.

Auge: Die Facettenaugen der Biene können auch ultraviolettes Licht wahrnehnehmen und bestehen aus tausenden einzelner Augen.

Wachsschuppen: Am Hinterleib befinden sich Drüsen, aus denen Wachs agesondert werden kann. Mit diesem Wachs bauen die Bienen ihre Waben.

 

Mittlerer Teil:

Der Lebenszyklus: Wenn im Frühling die Temperatur zwischen 7-10 Grad Celsius liegt, lösen sich die Bienen aus der sogenannten Wintertraube. Die Königin beginnt sofort mit der Eiablage.

Text neben den Abbildungen von Querschnitte dreier Waben:

Rund-Maden: 3 Tage nach der Eiablage haben sich Maden entwickelt. Diese werden mit Futtersaft gefüttert.

Streck-Maden: Am 8. Tag werden die Zellen mit einem Deckel verschlossen. Am 13. Tag setzt die Verpuppung ein.

Puppen: Innerhalb der Puppe entwickelt sich die Biene. Am 21. Tag nagt sie den Wachsedeckel auf und schlüpft.

Die Arbeiterinnen, die den Winter überdauert haben, starten zu den ersten Ausflügen, um Nektar und Blütenstaub für die neue Brut zu sammeln. Im April legt die Königin unbefruchtete Eier, aus denen sich die Drohnen entwickeln. Sobald die Königin Eier in die Weiselbecher (Königinnenzelle) legt, steht das Schwärmen bevor.

Dies ist der natürliche Vorgang der Völkervermehrung. Eine dunkle, summende Wolke aus Bienen verlässt den Stock. Oft können Bienenschwärme, die sich in einer Schwarmtraube an Bäumen gesammelt haben, von Imkern eingefangen und in Bienenkästen neu angesiedelt werden. Im Restvolk schlüpft etwa 8 Tage später eine neue Königin. Diese muss, bevor sie Eier legen kann, begattet werden. Zu diesem Zweck fliegt sie aus. Ab Juli geht das Brutgeschäft zurück und noch lebende Drohnen werden aus dem Stock geworfen (Was deren Tod bedeutet). Zum Herbst bilden die Bienen die Wintertraube um in Ihrer Mitte die Königin zu wärmen.

Die Bienenwohnung (Beute): Viele der Honigbienen, die uns begegnen, om im Garten, im Feld oder Wald, haben ihr Zuhause meist in einem künstlichen Bienenstock, der von einem Imker betreut wird.

Die Bienenwabe: Die Sechseckform der Waben bietet auf kleinster Fläche, mit geringstem Materialaufwand die größte Zahl an Bienenwiegen. Zudem sind wabenartig aufgebaute Flächen besonders stabil.

 

Rechter Teil:

Nektar und Blütenstaub: Während die Bienen unermüdlich die Blumen nach Nektar absuchen, bepudern sie sich auch mit Blütenstaub, den sie somit von Blüte zu Blüte tragen. So betreiben sie, als Nebenprodukt ihrer Futtersuche, ebenso ausdauernd die Bestäubung verschiedener Pflanzen. Eine Biene besucht bei einem Ausflug aus dem Stock etwa 50 Blütenpflanzen. Kernobst (Apfel, Birne usw.), Steinobst sowie Beerensträucher sind Insektenblüher und auf die Bestäubungstätigkeit der Bienen angewiesen. Hierbei ist bei der Honigbiene die Bestäubungsleistung am erfolgreichsten, da Honigbienen sogenannt "Blütenstetig" sind und erst zu Blüte einer anderen Art weiterfliegen, wenn die Futterquelle (Nektar und Pollen) der besuchten Pflanze erschöpft ist. Das Ergebnis der Bestäubungsarbeit sind reichlich tragende Obstbäume mit wohlgeformten Früchten. Wichtig und fett gedruckt: Die Bienen sind für den Erhalt unserer blühenden Wildflora verantwortlich.

Wie die Bienen Honig "machen": Die Biene saugt den Nektar über ihren Rüssel auf. Der süße Saft landet in der Honigblase. Im Stock liefert die Biene die Nahrung an eine Stockbiene ab. Dabei wird das Produkt eingedickt und mit Verdauungsfermenten angereichert. Zum Schluss wird das Produkt in den Waben gesammelt. Der Blütenhonig ist reif, wenn die Waben von den Bienen verdeckelt werden. Wird statt Nektar Honigtau (von Pflanzenläusen ausgeschiedener Zuckersaft) von Bäumen gesammelt, spricht der Imker nicht von Blütenhonig sondern von Blatt- oder Waldhonig.

Honig und Wachsernte: Die Waben werden von den Bienen freigeschüttelt. Als Ersatz erhalten die Bienen eine bereits leergeschleuderte Wabe. Als nächstes werden die Wachsdeckel über den Honigzellen entfernt. Der entdeckelte Honig wird nun durch Schleudern aus den Waben geholt. Aus der Schleuder kann der Honig dann direkt in Gläser abgefüllt werden. Durch den Verzehr von heimischem Honig kann jeder einzelne auch einen Beitrag zum Naturschutz leisten. Aus den leeren Waben gewinnt der Imker das darin enthaltene Rohwachs. Neben der Kerzenproduktion wird Bienenwachs auch in der kosmetischen Industrie verwendet, zum Beispiel in Cremes, Seifen und Lippenstiften. In der Pharmazie wird Wachs in Salben verwendet und in der Umhüllung mancher Pillen.

 

Sie erreichen die Station 12b - Übersichtstafel des Bienenlehrpfades (Gleichzeitig Ende des Pfades) indem Sie den Schotterweg der Station 12a zurück zum Feldweg folgen und dann nach rechts abbiegen und circa 3 Meter dem Feldweg am rechten Rand weiter folgen. Nun beginnt wie zuvor rechts ein neuer Schotterweg der zur Station 12 b mit der Übersichtstafel führt und das Ende des Bienenlehrpfades markiert. Hinweis für Menschen mit Einschränkungen beim Sehen: Künftig wird hier, wie an Station 1 (Eingang des Bienenlehrpfades) eine tastbare Rellieftafel stehen, mit der Sie den Verlauf des Bienenlehrpfades und seiner Stationen ertasten können.